Ennigerloh steigt bei Biotonnen-Aktion mit ein: Bioabfallverordnung schreibt geringere Störstoffquoten vor

Ennigerloh steigt bei Biotonnen-Aktion mit ein: Bioabfallverordnung schreibt geringere Störstoffquoten vor
Ennigerloh

Ennigerloh. Die AWG, Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf, und das Kompostwerk Warendorf hatten den Ablauf der so genannten Biotonnen-Aktionen im Herbst umgestellt. Die dauerhaften, aber unregelmäßigen Stichproben gab es zunächst in Sassenberg, Oelde und Beckum. Da Beckum pausiert, sind Kapazitäten frei, die jetzt von Ennigerloh genutzt werden. Per Anhänger in Ampelfarben gibt es eine Rückmeldung. Grün: Alles in Ordnung, weiter so. Gelb: Es könnte besser sein. Rot: Das sind zu viele Störstoffe, die Tonne bleibt stehen.

Aus dem Inhalt der Biotonne stellen die Kompostwerke wertvolle, gütegesicherte Komposte her. „Niemand will Kunststofffetzen auf seinem Feld oder Plastik in seinem Gemüsebeet haben“, weiß Georg Hellenkamp, Betriebsleiter Kompostwerk Warendorf. Die Novelle der Bioabfallverordnung schreibt aus diesem Grund geringere Störstoffgehalte des angelieferten Materials vor. In der Neufassung der Abfallsatzung ist das berücksichtigt worden, denn verunreinigte Bioabfallanlieferungen verursachen hohe Sortier- und Entsorgungskosten. Das kann sich auf die Abfallgebühren auswirken.

Damit es nicht so weit kommt, ist es besonders wichtig, Bioabfall sortenrein zu sammeln“, sagt Rebecca Thurow, Projektleiterin Biotonnen-Aktionen bei der AWG, Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf. Das Kompostwerk, die AWG und die Kommunen hoffen, dass das Bewusstsein für einen gelungenen Kreislauf beim Bioabfall steigt. „Wenn alle mitmachen, ist das sehr gut für die Umwelt und natürlich auch für unser aller Geldbeutel“, werben sie gemeinsam für die Abfalltrennung.

Die Biotonne

Das gehört hinein:

Küchenabfälle, wie Obst (auch Zitrusfrüchte und Bananen), Gemüse- und Speisereste, Kaffeesatz mit Filter, Eierschalen und Teebeutel. Grünabfälle aus dem Garten, wie z.B. verwelkte Blumen, Rasen- und Strauchschnitt, Laub und Wildkräuter.

Das gehört NICHT hinein:

sogenannte „kompostierbare“ Abfalltüten, Plastikbeutel, Mülltüten, Kaffeekapseln, Einwegwindeln, Binden, Staubsaugerbeutel, Zigarettenkippen und -asche, Grill-, Ofen- und Holzasche, behandeltes Holz, Straßenkehricht, Leder, Wolle, Haare, Federn, Knochen, Blumentöpfe, Hydrokultursubstrat

Die Biotonnen-Aktion im Kreis Warendorf wird weitergeführt. Bei den dauerhaften, aber unregelmäßigen Stichproben gibt es in Sassenberg, Oelde und nun auch in Ennigerloh eine Rückmeldung zum Inhalt der Biotonne.

Foto: AWG